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Voraussetzungen für persönlichen Erfolg!

November 22, 2017

Was sind eigentlich die Voraussetzungen für meinen Erfolg? Was hilft mir, meine Ziele und Erwartungen erfolgreich umzusetzen? Stark vereinfacht gesagt hat der persönliche Erfolg wohl zwei Standbeine: Fachkompetenzen sowie Selbst- und Sozial-kompetenzen. Das ist keine vage Vermutung, sondern von Wirtschaft und Wissenschaft erkannt und vielfach bestätigt.

Akademisches Wissen ist heute immer einfacher zu erlangen, es ist - zumindest in der digital erschlossenen Welt - überall zugänglich und vergleichsweise einfach zu Erlernen. Jeder Schüler kann heute seinen Lehrer in eine peinlichen Situation bringen, indem er neueste Erkenntnisse googelt und damit den Lehrer in der Schulstunde überrascht. Selbst- und Sozialkompetenzen sind dagegen vergleichsweise schwer zu erlernen.  Warum? Ich denke da vor allem an 3 Gründe:

 

  1. Prägungen: Wir sind durch unser Elternhaus, Peers und andere Umweltbedingungen in einer bestimmten Art geprägt. Prägungen sind Erlebnisse, die sich nicht einfach wegwischen lassen, da sie gewisse Überzeugungen in sich tragen. Diese wiederum beeinflussen die Ausbildung der genannten Kompetenzen.

  2. Gewohnheiten: Gewohnheit geht über Erkenntnisse. Wenn wir gewohnt sind in einer bestimmten Art auf Situationen zu reagieren, benötigen wir nicht nur gute Argumente diese zu ändern. Wir brauchen eine neue Gewohnheit, um die alte zu ersetzen. Das fällt oft schwerer als für einen Mathetest zu lernen. 

  3. Lernweise: Fähigkeiten sind nicht einfach auswendig zu lernen. Sie müssen ganz praktisch ausprobiert und immer wieder geübt werden. Aber wo geht das noch ohne Angst haben zu müssen, dass einem eventuelle Fehler zum Verhängnis werden?

 

Das heisst Selbst- und Sozialkompetenzen sind eng verwoben mit der eigenen Wahrnehmung von sich und der eigenen Umwelt, der zur Verfügung stehenden eigenen Handlungsmöglichkeiten und deren (bewusste) Anwendung. Wenn wir nun also Kompetenzen in Schulen und Hochschulen vermitteln, sollten wir darauf achten, dass wir es nicht bei vereinzelten schriftlichen Workshops über z.B. Werte und Stärken belassen. Kompetenzen sind handlungsorientiert. Daher muss das Erlernen auch durch Erlebnisse und durch Üben in einem aufbauenden Prozess ermöglicht werden. Abstrakte Werte z.B. müssen in den Kontext des eigenen realen Verhaltens gebracht werden. 

Das werden wir bei noch so gut geführten Selbststudien Lektionen zur Berufsvorbereitung o.ä. nicht erreichen. Es braucht eine erfahrene Person, die einen Prozess des Handelns, Reflektierens und erneuten Anwendens sowie Verbesserns initiiert, die Diskussionen und soziale Interaktionen anleitet und Möglichkeiten aufzeigt, die eigene Laufbahngestaltung selbst in die Hand zu nehmen. 

So kann Eigenmotivation bei den Lernenden aufkommen, was Lernwiderstände abbaut und dadurch dem ganzen System der Bildungseinrichtung in vielerlei Hinsicht zugute kommt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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