Die Qual der (Berufs)Wahl!


Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die wir in unserem Leben fällen, denn wir richten im besten Fall unsere Ausbildung darauf aus und verbringen viele Jahre in diesem Beruf. Warum werden die Fundamente der Entscheidung zur Berufswahl heute dann immer noch so verkopft vermittelt? Als wenn die Voraussetzungen für das Berufsleben alleine durch Informations-vermittlung weitergegeben werden könnten. Es braucht doch eine viel breitere und fundiertere Entscheidungsgrundlage dafür:

Wissen wird zwar immer altersgerechter vermittelt, aber wir verdrängen dabei scheinbar die Tatsache, dass es letztlich darum geht, das Wissen in zielgerichtetes und selbstmotiviertes Handeln umzusetzen. Die notwendigen Kompetenzen dazu müssen also auch durch Handeln erlernt werden. Das Wissen über ihre Existenz reicht nicht. Die Berufsfindung muss daher in einen grösseren Rahmen gesetzt werden. Es braucht das Erleben von Selbstwirksamkeit, Selbstbewusstsein, Selbstmanagement und dem Aufbau von Resilienz. Es braucht Erfahrung über die eigenen Verhaltensweisen und über gesunde soziale Interaktionen. Jugendliche lernen in diesem Bereich heute leider vermehrt aus eher unerwünschten Quellen im Internet, Fernsehen, oder von Peers, da sie immer weniger Vorbilder haben bezgl. eines förderlichen Sozialverhaltens. Es braucht also eine geführte und praktische Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen, um gesunde Selbst- und Sozialkompetenzen zu erwerben, die als Grundlage für die eigene Lebensführung und Berufslaufbahn dienen.


Das heisst die Berufsfindung bedarf der Voraussetzung eines gesunden "sich seiner Selbst bewusst seins" und der Eigenmotivation, die Zukunft in die eigenen Hände zu nehmen. Das sollte somit das Erste sein, dass wir in einem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung vermitteln, um gute Voraussetzungen einer Berufswahl zu ermöglichen. Niemand setzt sich hohe Ziele, der nie ein gesundes Selbstbewusstsein aufgebaut hat. Ein gutes Selbstmanagement in Verbindung mit der Berufsfindung wäre der nächste Schritt und da wir in einem sehr komplexen und offenen Gesellschaftssystem leben, wäre ein letzter Schritt, die eigene Laufbahn proaktiv zu gestalten: Wie erreiche ich meine Ziele?


Die Ausbildung dieser Kompetenzen sollte einer gut ausbalancierten akademischen Ausbildung gleichgestellt werden. So können wir neben dem theoretischen Wissen auch die handlungsorientierten Kompetenzen üben und verbessern. Nur die beiden Bereiche zusammen werden uns unsere Position an der Spitze der Wissensgesellschaften nachhaltig sichern. Wir sollten dabei jedoch aufpassen, dass nicht der wirtschaftliche Erfolg unser primärer Fokus für die Jugendlichen ist, sondern die Entwicklung ihrer Einzigartigkeit, ihres Potentials und ihrer Selbstbestimmung. Denn daraus entsteht wirtschaftlicher Erfolg - und zwar selbstmotivierter, kreativer und nachhaltiger als zuvor! Dafür sollten wir uns mit aller Leidenschaft einsetzen.


Leben macht Schule unterstützt Bildungseinrichtungen in diesem Prozess mit einem umfassenden, sehr handlungsorientierten Programm vom Selbstbewusstsein bis zu den persönlichen Zielen und Strategien.



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